Integrative Medizin - Der sanfte Weg zur GesundheitIntegrative Medizin - Der sanfte Weg zur Gesundheit

akute und chronische Borreliose

Ein Schwerpunkt unserer Privat - Praxis in Berlin an der Grenze Schöneberg/ Tiergarten/ Charlottenburg ist die ganzheitliche Orthopädie bei akuter und chronischer Borreliose.

Dr. med. Michael Oppel steht Ihnen Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20.00 Uhr nach Termin-Vereinbarung zur Verfügung.
Was ist Borreliose?
Die Borreliose gehört in einer integrativ schmerztherapeutisch ausgerichteten Einrichtung zu den immer häufiger auftauchenden Erkrankungen.

Am häufigsten leiden die Patienten unter Gelenkbeschwerden mit Entzündungen oder neurologisch-psychischen Beschwerden (u.a. auch Nervenschmerzen undunerklärlichen Depressionen, Burn out).

Die Borreliose ist eine Zecken-Infektionskrankheit, die von der sog. Spirochäte Borrelia burgdorferi verursacht wird. Die Lyme-Borreliose-Krankheit, die nach dem Biss einer infizierten Zecke entsteht, beinhaltet nicht nur eine Infektion mit Borrelia burgdorferi, sondern kann auch verschiedene Begleitinfektionen einschliessen (auch im Selbsttest bestimmbar).

In der chronischen Form der Borreliose-Erkrankung spielen andere Faktoren eine noch wichtigere Rolle: Störung des Immunsystems mit Infektanfälligkeit, biologische Giftstoffe (Toxine) und Schwermetallbelastungen (z.B. im Selbsttest messbar), Stoffwechselstörungen und hormonelle Dysbalancen, sowie eine allgemeine Schwächung durch z.B. Stress oder Übersäuerung.

Die Borreliose zeigt sich in drei Krankheitsstadien:

Stadium 1: akut
Stadium 2: anhaltend
Stadium 3: chronisch


Je früher nach einer Infektion die Behandlung begonnen wird, desto höher ist die Heilungswahrscheinlichkeit. Schlecht behandelte Infektionen können wieder aufflammen, üblicherweise als chronische Form, die drei Kriterien erfüllen muß:

1) Krankheit seit über einem Jahr mit  Antikörpernachweis (Western Blot IgG und evtl. IgM)

2) Vorliegen von größeren neurologischen Störungen
(Enzephalitis/Enzephalopathie, Meningitis, etc.) oder aktiven Gelenkentzündungen (Arthritis)

3) Aktiver Infektionsstatus mit Borrelia burgdorferi, auch bei vorheriger Antibiose


Die chronische Borreliose ist insgesamt eine völlig andere Krankheit als Borreliose in Stadium 1 oder 2 und zwar hauptsächlich wegen ihres hemmenden Effekts auf das Immunsystem.
Häufigkeit
Im Mittel liegt die Befallsrate von Zecken mit Borrelien in Deutschland bei etwa 5-20 Prozent. Rund 70 Prozent aller gemeldeten Borreliose-Fälle traten in den Monaten Juni bis September auf. Die Gefahr, sich bei einer befallenen Zecke zu infizieren, liegt bei ca. 30-60 Prozent, wenn die Zecke mindestens 24-36 Stunden an einer meist nicht einsehbaren Körperstelle Blut saugen konnte.
Symptome und Diagnostik
Die Einstichstelle ist meist gerötet, da der Biss ein Gift enthält, das jedoch bei normaler Wundheilung ungefährlich ist und nach wenigen Tagen abheilt
Die Wanderröte (Erythema migrans) ist diagnostisch beweisend für Borreliose-Infektionen, zeigt sich aber in weniger als 50% der Fälle. Selbst wenn vorhanden, kann es vom Patienten unerkannt bleiben.
Es ist eine kreisförmig expandierende Hautrötung, die erhoben ist und warm sein kann. Selten besteht ein leichtes Stechen oder Juckreiz. Das Erythema migrans kann vier Tage oder mehrere Wochen nach dem Zeckenbissauftreten.

Die chronische Borreliose befällt bei der Mehrzahl der Patienten das Nervensystem. Daher sollten zur Analyse eines Patienten bei V.a. chronische Borreliose folgende Untersuchungen stattfinden:
als Selbsttest ist auch ein Antikörpertest auf Borrelise als Labortest möglich,
bei positiven Antikörpern sollte dann ein Kopf-MRT, neurologische Tests, SPECT und evtl. auch Liquorpunktionen folgen. SPECT-Scans zeigen die Hirnfunktion. Deswegen liefern uns SPECT-Scans Informationen, die mit Röntgen, CT, MRT und sogar Liquorpunktion nicht zu erhalten sind. In der Mehrzahl chronischer Borreliose sind diese Scans nicht normal. Wiederholte Scans können Aufschluss über den Erfolg nach einer Behandlung geben. Eine Verbesserung des Scans kann sich allerdings um mehrere Monate verzögern, trotz evtl. klinischer Heilung. Bei der Borreliose ist der Western Blot der bevorzugte serologische Test.

Antigen-Tests wie PCR sind, obwohl nicht sehr sensitiv, hochspezifisch. Bei Patienten, die nicht gesund werden oder wiederholt rückfällig werden, haben sich Antigen-Tests als nützlich erwiesen.
Oft sind diese Tests die einzigen positiven Marker einer Borreliose. Nichtsdestotrotz kann selten Borrelia burgdorferi vorhanden sein, selbst wenn alle Tests negativ ausfallen. Entscheidend ist daher die klinische Untersuchungs-Diagnose.

Die Erfahrung zeigt, dass bei Patienten mit einer langen Krankheitsgeschichte viele Probleme bestehen.

Häufig ist ein deutlicher B-12 Mangel zu sehen, der die Nervenstörungen verstärkt.

  Starker Magnesiummangel (z.B. als Selbsttest im Vitamincheck Basis enthalten) ist besonders häufig anzutreffen. Starke Reflexe, Muskelzuckungen, Herzirritationen, geringe Belastbarkeit und wiederholte Muskelkrämpfe deuten auf diesen Mangel hin.

Wachstumshormonkonzentrationen sowie die freien T3-und T4-Konzentrationen und das TSH in Bezug auf die Schilddrüsenfunktion sollten untersucht werden. Außerdem ist eine Bestimmung der Autoantikörper (ANA) notwendig, da diese häufig auf einen erhöhten oxidativen Stress mit freier Radikalbelastung hindeuten.

Neurologisch bedingter niedriger Blutdruck ist nichts Ungewöhnliches bei Borreliose. Zu den Symptomen zählen Herzrasen, Schwindel, Zittern, besonders nach Anstrengung oder langem Stehen, Hitzeintoleranz, Benommenheit, Ohnmacht oder Gefühl nahender Ohnmacht und das unwiderstehliche Bedürfnis, sich hinzusetzen oder hinzulegen. Dies wird oft mit Unterzucker verwechselt, da die Symptome ähnlich sind. Eine langfristige Lösung muss darauf abzielen, die Hormonkonzentrationen wiederherzustellen und die Borreliose zu behandeln.
Therapie
Die akute Borreliose der ersten Wochen ist meist sehr gut mit einem Antibiotikum über 2 bis 3 Wochen heilbar.

Bei der chronischen Borreliose besteht die Therapie in der Regel v.a. in einer Stärkung des Immunsystems (nicht nur mit Nahrungsergänzungsmitteln), da ein funktionierendes Immunsystem die Borreliose in der Regel ausheilen lassen kann.

Wenn das Immunsystem bei schwerer Ausprägung der Krankheit noch nicht funktionsfähig ist, kann eine mehrwöchige Antibiotikatherapie, die meist als Infusion gegeben werden muß, notwendig sein, weil  die Erreger nur durch kurzzeitige hohe Dosen, wie während einer Infusion üblich, optimal zerstört werden.

Begleitend werden geeignete Maßnahmen getroffen, um die Antibiotikatherapie so verträglich wie möglich zu gestalten. (Bakterienpräparate zur Stabilisierung der Darmflora je nach Darmflorastatus der Stuhlprobe, Mariendistel zur Stärkung der Entgiftungsfunktion der Leber, Cholesteagel bei nerventoxischen Borreliengiften, Vitamin B12 und Magnesium für Muskel- und Nervenstoffwechsel.)

Gleichzeitig benötigt man, wie gesagt, immunaufbauende naturheilkundliche Therapien von unterschiedlicher Länge bis zur Heilung der Infektion.

Dazu gehört unter anderem ein kompletter Gesundheitscheck zum Aufdecken immunstörender Faktoren und meist eine Krankschreibung während der Antibiotika-Infusionstherapie, um den Körper bei der Selbstheilung zu unterstützen.
Statistik
Eine akute Borreliose benötigt auch einige Zeit trotz Antibiotikatherapie, um auszuheilen (meist 1-3 Monate)

Wenn alle individuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden, kann bei chronischer Borreliose nach 6 Wochen bis 6 Monaten intensiver Therapie meist eine erfolgreiche Behandlung erreicht werden.
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