Integrative Medizin - Der sanfte Weg zur Gesundheit
Schröpfen
Das Schröpfen aktiviert Reflexzonen am Rücken, die ihrerseits auf innere Organe und Organsysteme einwirken. Der Schröpftherapeut tastet den Rücken des Patienten ab, um sogenannte "Gelosen" zu finden. Dies sind Erhebungen, Verhärtungen oder Dellen in der Haut, die auf bestimmte Erkrankungen hinweisen. Je nach Aussehen, Härte und Beschaffenheit der Gelose wird entweder das blutige oder das unblutige Schröpfen angewandt:

  • Blutiges Schröpfen: Nach der Desinfektion der Haut sticht der Therapeut mit einem speziellen "Stichelgerät" 5 bis 8 Millimeter tief in die Haut, bis etwas Blut austritt. Danach setzt er einen sogenannten Schröpfkopf aus Glas über die Stichstelle. Damit der Schröpfkopf auf der Haut haften bleibt, muss der Therapeut darin ein Vakuum (Luftleere) erzeugen. Dies ist möglich entweder durch das Abbrennen eines Wattebauschs im Schröpfkopf (dadurch entsteht warme Luft, die beim Abkühlen das Vakuum bildet) oder durch das Auspumpen des Schröpfkopfs mit einer Vakuumpumpe. Nach 5 bis 10 Minuten, wenn der Schröpfkopf etwa zu einem Drittel mit Blut gefüllt ist, wird er abgenommen. Anschliessend versorgt der Therapeut die Wunde mit einem Pflaster.
  • Unblutiges Schröpfen: Dabei setzt der Therapeut den Schröpfkopf auf, ohne vorher die Haut zu verletzen. Die Wirkung des trockenen Schröpfens besteht darin, dass die Durchblutung gefördert und das Unterhautgewebe angeregt wird.
Wie kann das Schröpfen eingesetzt werden?
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